Unsere Konzeption
- Vorwort des Trägers
- Lebenssituation der Kinder früher und heute
2.1. Familiäre Situation unserer Kinder - Rahmenbedingungen
3.1 Träger
3.2 Personal
3.3 Kindergartenbeirat
3.4. Pfarrgemeinde
3.5 Öffnungszeiten, Gruppenstärke, Beiträge und Ferien
3.6 Räumlichkeiten - Pädagogische Grundhaltung
4.1 Kind und Familie (AVBayKiBiG §1)
4.2 Kinderschutz (AVBayKiBiG §3) 11
4.3 Ethische und religiöse Bildung und Erziehung (AVBayKiBiG §4)
4.4 Emotionalität (AVBayKiBiG §4)
4.5 Soziale Beziehungen (AVBayKiBiG §4)
4.6 Sprachliche Bildung und Förderung (AVBayKiBiG §5)
4.7 Mathematische Bildung (AVBayKiBiG §6)
4.8 Naturwissenschaftliche und technische Bildung (AVBayKiBiG §7)
4.9 Umweltbildung und Erziehung (AVBayKiBiG §8)
4.10 Informationstechnische Bildung, Medienbildung und Erziehung (AVBayKiBiG §9)
4.11 Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung (AVBayKiBiG §10)
4.12 Musikalische Bildung und Erziehung (AVBayKiBiG §11)
4.13 Bewegungserziehung und -Förderung, Sport (AVBayKiBiG §12)
4.14 Gesundheitserziehung (AVBayKiBiG §13) - Aufgaben des pädagogischen Personals
5.1 Projektarbeit
5.2 Tagesablauf
5.3 Differenzierte Angebote
5.4 Integration
5.5 Besondere Förderung
5.6 Teamarbeit
5.7 Fortbildungen
5.8 Elternarbeit - Öffnung nach „Außen“ und Vernetzung
- Zukunftsvisionen und Ziele
1. Vorwort des Trägers
Was ist Erziehung …?wurde der bekannte Schweizer Pädagoge Heinrich Pestalozzi einmal gefragt. Und er fand auf diese so wichtige Frage eine wunderbare klare und wahre Antwort:
„Erziehung ist Beispiel und Liebe und sonst nichts!“
Wer wollte da widersprechen? Das Vorbild, das wir unseren Kindern geben, ist das prägendste Kindheitserlebnis. Und die Liebe, die wir dazu schenken, tut immer gut und ist wirklich durch nichts zu ersetzen. Dieser Zweiklang aus Beispiel und Liebe ist auch der Herzrhythmus in unserem Kindergarten.
Die Pädagogik setzt lebensnah am erlebten Vorbild an. Die liebevolle und aufmerksame Zuwendung soll es den Kindern darüber hinaus erleichtern, vertrauensvoll und erwartungsfroh in ein persönlich geprägtes Leben hineinzuwachsen. Wie alle Kindertagesstätten in unserer Trägerschaft fühlt sich der Kindergarten „Mariae Himmelfahrt“ den Grundsätzen des heilkundigen Pfarrers Sebastian Kneipp verpflichtet. Kneipp lag das Wohl und das Heil des ganzen Menschen am Herzen. Die Gesundheit von Leib, Geist und Seele. Darum suchte und praktizierte er, was dem ganzen Menschen ganz natürlich gut tut.
Die vorliegende Konzeption des Kindergartens „Mariae Himmelfahrt“ will Ihnen, liebe Eltern, einige wesentliche Einblicke geben in die Räumlichkeiten und vor allem in die erzieherischen Grundanliegen unserer Kindertagesstätte. Das Leitbild trägt die ebenso erfahrene wie engagierte Handschrift unseres Kindergarten-Teams. Die zurückliegenden Jahre haben zudem eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie sehr gerade auch die Ideen und der Einsatz von Seiten der Eltern das Leben im Kindergarten bereichert! Schon jetzt danke ich Ihnen im Namen der katholischen Kirchenstiftung Mariae Himmelfahrt allen Eltern für Ihr Vertrauen und Ihr Engagement, das sie unserer Kindertagesstätte entgegenbringen!
Sie dürfen sich darauf verlassen: Ihre Kinder liegen uns am Herzen. Darum wollen wir Ihnen helfen, dass sie gut groß werden können! Ihnen und Ihren Kindern alles Gute und Gottes Segen!
Ihr Pfarrer Dr. Ulrich Lindl
2. Lebenssituation der Kinder früher und heute Früher Heute
Früher |
Heute |
||
| Kinder konnten Natur hautnah erleben, täglich, spontan und ohne Aufsicht. | Gezielte Angebote mit Begleitung und wenig Raum für Spontanität. | ||
| Weniger vorgefertigtes Spielzeug, mehr Raum für Phantasie und Eigentätigkeit. | Konsumüberschuss bei Spielzeug und Medien. | ||
| Spielpartner waren in der Familie und der nächsten Umgebung zu finden. | Durch die Veränderung der Familienstruktur (Kleinstfamilien) und Wohnumgebung müssen Spielgefährten erst „organisiert“ werden. | ||
| Raum für eigene Freizeitplanung. | Verplante Freizeit. | ||
| Kinder waren mit Pflichten und Tätigkeiten in das Familienleben miteinbezogen. | Sind aus der Erwachsenenwelt ausgeschlossen. | ||
| Sie hatten mehr Raum (Wälder, Bäche) um Abenteuer zu erleben. | Durch äußere Umwelteinflüsse (Straßen) haben sie weniger Raum für Bewegung und Abenteuer. Dies ist nur durch gezielte Angebote wie z.B. Sportverein.....möglich. | ||
| Der Lebensraum war übersichtlicher. | Viel Konfrontation mit Fremden. | ||
| Hauptsächlich Aufwachsen in Großfamilien. | Immer mehr Kinder wachsen bei einem Elternteil auf oder in neuen Partnerschaften. | ||
| Erziehungsstile und -ziele wurden von Generation zu Generation weitergegeben und übernommen. | Verunsicherung der Eltern bei Erziehungsfragen durch die Flut der Medien. | ||
Auf Grund dieses Vergleichs von Früher und Heute ist ersichtlich, dass die Lebenssituation unserer Kinder einige Komponenten nicht mehr beinhaltet, so können wichtige Erfahrungen von ihnen nur noch eingeschränkt wahrgenommen werden.
2.1. Familiäre Situation unserer Kinder
Unseren Kindergarten besuchen (Stand: September 2010) insgesamt 106 Kinder im Alter zwischen 2 bis 6 Jahren.
Von diesen Kindern haben wir aus vorliegenden Unterlagen folgende Daten ausgewertet.
Staatsangehörigkeit:
deutsch: 103 Kinder
doppelte Staatsangehörigkeit: 1 Kind
andere Staatsangehörigkeit: 2 Kinder
Glaubenszugehörigkeit:
katholisch: 64 Kinder
evangelisch: 13 Kinder
keiner Kirche zugehörig: 25 Kinder
russisch-orthodox: 2 Kinder
muslimisch: 1 Kind
Zeugen Jehova: 1 Kind
3. Rahmenbedingungen
3.1 Träger
Die Trägerschaft über unseren Kindergarten hat die Kirchenstiftung Mariae Himmelfahrt, derzeit vertreten durch Herrn Stadtpfarrer Dr. Ulrich Lindl.
3.2 Personal

Unser gesamtes Personal hat an der Ausbildung zum Kneipp-Gesundheitserzieher teilgenommen.
Praktikant/Innen von den verschiedenen Schulen
(Fachakademie für Sozialpädagogik, Kinderpflegeschule, Realschule, Hauptschule und Fachoberschule) sind in den Gruppen anzutreffen.
3.3 Kindergartenbeirat
Bei allen anerkannten Kindergärten muss ein Beirat bestehen, der die Zusammenarbeit zwischen Träger, Einrichtung, Eltern und Grundschule fördert (Art.14 BayKiBiG).
Der Kindergartenbeirat wird zu Beginn des Kindergartenjahres von der Elternschaft gewählt und ist ein beratendes Gremium.
Bei uns hat sich der Kindergartenbeirat zu verschiedenen Arbeitskreisen zusammengefunden, welche unterschiedliche Aufgabenbereiche übernehmen.
Angebote unseres Kindergartenbeirates:
- Einmal im Monat Elterncafe zum Teil mit Referenten zu einer offenen Gesprächsrunde
- Gestaltung von Festen und Feiern
- Ausflüge mit den Vorschulkindern
- Herausgabe einer Elterninformationsschrift
- Informationsveranstaltungen zu bestimmten Themen
- Schwimm- und Skikurse für Kinder
- Flohmärkte
- Adventsmarkt
Kindergartenbeiratssitzungen
Zu diesen lädt der Kindergartenbeirat ein und bespricht an diesen Terminen verschiedene Tagesordnungspunkte, die aus der Einladung ersichtlich sind.
Die Sitzungen sind grundsätzlich öffentlich. Aus begründetem Anlass kann die Öffentlichkeit im Einzelfall ausgeschlossen werden.
3.4. Pfarrgemeinde
Unser Kindergarten gehört zur Pfarrei Mariae Himmelfahrt, dies ist eine sehr große Gemeinde, in der unsere Institution ein Bestandteil ist. Dies beinhaltet, dass man gegenseitig Aufträge einfordern kann und füreinander das Gefühl von Verantwortung zeigt.
Unsere Aufgabe sehen wir darin, bei den Kindern die Liebe zum Glauben zu wecken und sie mit der Pfarrgemeinde vertraut zu machen.
Verschiedene Aktivitäten tragen dazu bei:
- Gestaltung von Kindergottesdiensten (Lichtmessfeier, Erntedank...)
- Bekanntmachungen (die Kinderkirchen geben Termine über Handzettel und Plakate an unsere Eltern weiter). Wir benutzen den Gemeindebrief um Informationen über den Kindergarten an die Pfarrgemeinde weiterzugeben.
- Präsenz des Pfarrers (Pflege des Kontaktes zu Kinder und deren Familien z.B. Wortgottesdienste im Kindergarten, Elternabend, Feste und Feiern...)
- Vertretung des Kindergartens durch die Leitung im Pfarrgemeinderat
- Zusammenarbeit mit der Kirchenverwaltung
3.5 Öffnungszeiten, Gruppenstärke, Beiträge und Ferien
Unsere Einrichtung hat von Montag bis Freitag von 7.00 – 17.00 Uhr geöffnet.
Die Buchungsvoraussetzungen lauten:
- Mindestbuchung: 5 Tage (20 Std./Woche) = Kernzeit von 8.30 – 12.30 Uhr
Mittagessen: Mindestbuchungszeit bis 14.00 Uhr - Jeder Tag ist unterschiedlich buchbar
- Umbuchen: bei Bedarf möglich
- Nachmittagsangebote:
Montag: Kunst und Kultur, Bewegung
Dienstag: Bewegung
Mittwoch: Englisch (nur Vorschulkinder)
Donnerstag: Zahlenland
In unseren 4 Gruppen stehen 90 Kindergartenplätze plus 5 integrative Kindergartenplätze zur Verfügung. In unserer Zwergerlgruppe gibt es sieben Plätze für Kinder ab 2 Jahren von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr, die sich momentan 12 Familien teilen. In der Kristallgruppe (Integrationsgruppe): 16 Kinder, davon 11 Regelkinder und 5 behinderten oder von Behinderung bedrohte Kinder. In den Gruppen Rosenquarz, Bernstein und Mondstein: jeweils 25/26 Regelkinder.
In allen kommunalen und konfessionellen Kindergärten Weilheims gelten dieselben Stundenkategorien und deren Preise. Daraus ergeben sich folgende Grundbeiträge (12 Monate):
Buchungskategorien: Preis/Monat inklusiv Materialgeld
1 - 2 Stunden ( 10 Wochenstunden) 52,00 €
2 - 3 Stunden ( 15 Wochenstunden) 62,00 €
3 – 4 Stunden (20 Wochenstunden) 75,00 €
- 4 – 5 Stunden (25 Wochenstunden) 82,00 €
- 5 – 6 Stunden (30 Wochenstunden) 92,00 €
- 6 – 7 Stunden (35 Wochenstunden) 102,00 €
- 7 – 8 Stunden (40 Wochenstunden) 112,00 €
- 8 – 9 Stunden (45 Wochenstunden) 122,00 €
- 9 – 10 Stunden (50 Wochenstunden) 132,00 €
Zusätzliche Kosten:
- Mittagessen täglich 50,00 €
- Mittagessen täglich mit Nachmittagsbrotzeit (bei einer Buchungszeit ab 16.00 Uhr) 55,00 €
- Mittagessen einzeln, wenn Betreuungszeit mitgebucht wurde 2,50 €
- Mittagessen spontan, wenn Betreuungszeit nicht mitgebucht wurde 3,00 €
- Getränkegeld* 3,00 €
*Getränkegeld müssen bei allen Buchungszeiten bezahlt werden
Die Tage, in denen die Einrichtung geschlossen ist, werden vom Träger in Absprache mit der Leitung und dem Kindergartenbeirat festgelegt.
Den Eltern werden die Schließzeiten rechtzeitig, in der Regel zu Beginn des Kindergartenjahres mitgeteilt. Diese betragen pro Kindergartenjahr maximal 30 Tage.
3.6 Räumlichkeiten

Auf dieser vereinfachten Darstellung wurden folgende Dinge nicht berücksichtigt:
- Die Garderoben der Gruppen befinden sich in der Nähe der einzelnen Gruppenräume.
- Die Spielbereiche außerhalb der Gruppen: Bällebad , Puppenhaus, Leseecke, Malwand, Werkecke, Spieleteppich, Balancierecke
- Sitzgelegenheit für Eltern
- Ausgänge zu Terrassen und Garten
4. Pädagogische Grundhaltung
Unsere pädagogische Arbeit geht von den Lebenssituationen der Kinder und ihrer Familien aus. Wir unterstützen Eltern in Ihrer verantwortungsvollen Aufgabe und arbeiten partnerschaftlich bei der Bildung, Erziehung und Betreuung ihrer Kinder zusammen. Die Grundlage unseres Handelns orientiert sich an unserem christlichen Menschenbild. In der pädagogischen Arbeit finden Sie wesentliche Aspekte des situationsorientierten Ansatzes, der Pädagogik von Celestin Freinet und von Pfarrer Sebastian Kneipp. Dabei sind wir ständig bereit unsere Einstellung zu überdenken, zu verbessern und zu erweitern.
Unser Kindergarten ist Mitglied m Kneippbund Weilheim-Pfaffenwinkel e.V. und ein vom Kneippbund anerkannter Kneipp-Kindergarten.
Grundsätze des Kneippbundes e.V., an denen wir uns orientieren:
Unser Ziel: Gesunde Menschen
Ein gesundes Leben im Einklang mit der Natur führen und auf diese Art aktiv vorbeugen und Heilung finden. Diesen ganzheitlichen Ansatz hat Pfarrer Sebastian Kneipp vor über einem Jahrhundert zur Grundlage seines umfassenden Heilverfahrens gemacht – mit Erfolg. „Ratet und helfet einander!“, legte er den Menschen ans Herz.
Wir bringen Bewegung ins Leben
Sebastian Kneipp sah eine Lebensweise, die sich an den Gesetzmäßigkeiten der Natur orientiert, als wichtige Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden an. Sein Konzept hat überdauert, es ist heute Gegenstand wissenschaftlicher Forschung und wird in verschiedenen medizinischen Disziplinen angewandt. Dadurch und durch wachsende Erfahrung hat sich die kneippsche Lehre stetig weiter entwickelt. Aus der ehemaligen Wasser- und Kräuterheilkunde entstand ein anerkanntes Naturheilverfahren, das auf den fünf Wirkprinzipien Wasser, Bewegung, Heilpflanzen, Ernährung und Ordnung basiert. Haupterfolgsfaktoren sind nach wie vor die Betrachtungsweise von Körper, Geist und Seele als einem Ganzen.
Die Lehre Sebastian Kneipps in den Alltag zu integrieren bewirkt ein hochwirksames Immunsystem, eine umfassende Fitness, überdurchschnittliche Stressresistenz und gute Stimmung.
Die fünf Wirkprinzipien nach Sebastian Kneipp bei uns im Alltag:
Diese Punkte sind für uns Grund genug, die Lehre Kneipps den Kindern und Eltern näher zu bringen. Die fünf Wirkprinzipien Sebastian Kneipps leben wir mit den Kindern im Alltag.
Wichtig ist dabei die Kinder zu ermutigen und immer wieder neues auszuprobieren. Durch die Kinder tragen wir dieses Bewusstsein auch in die Familien. Das Wohlfühlen und Wohlergehen steht an erster Stelle.
Wir vermitteln den Kindern Spaß an der Bewegung, wichtiges über die Heilkräuter, eine gesunde Ernährung im Alltag, die positive Wirkung des Wasserreizes und Methoden einer gesunden Lebensordnung.
Wasser
Sebastian Kneipp erhielt den Beinamen „Wasserdoktor“, denn er nutzte es in vielfältiger Form: für Güsse, Bäder und Wickel. Wasser veranlasst den Körper durch thermische, chemische, mechanische oder hydroelektrische Reize zu sinnvollen Reaktionen, die insgesamt gesund machen bzw. gesund erhalten. Kinder können ab einem halben Jahr an die kneippschen Wasserreize gewöhnt werden.G enau betrachtet waren Kenipps Beobachtungsgabe, ein analytischer Verstand, seine Ehrfurcht vor der Natur und sein Wissen um die Zusammenhänge zwischen Körper und Seele. Wir vermitteln den Kindern dass Wasser Heilkraft besitzt. Die erfrischende Wirkung eines kalten Reizes oder die entspannende Wirkung des warmen Reizes bringen wir den Kindern näher durch ansteigende Fußbäder im Winter und kalte Güsse im Sommer.
Bewegung ![]()
Dieser Bereich umfasst von der Massage (passive Bewegung) bis zum Freizeitsport alles, was gut tut. Sebastian Kneipp legte bei den Ratsuchenden Wert auf die persönliche Situation: Dem Schreibtischbeamten verordnet er Holzhacken, Feldarbeit und flotte Spaziergänge. Deshalb stimmt man das Bewegungsprogramm auf persönliche Neigungen, Fähigkeiten und auf die jeweilige Kondition ab. Man bewegt sich regelmäßig auf eine Art, die Freude macht. Gymnastik, Yoga, Nordic Walking (im privatem Bereich) Wandern, Radfahren oder Schwimmen gelten als geeignete Sportarten, weil sie den Menschen fordern und entspannen. Angehende Kneippianerkinder werden in ihrem Bewegungsdrang und Freiheitsstreben gefördert.
Ernährung ![]()
Eine bedarfsgerechte, vollwertige, schmackhafte, möglichst naturbelassene Kost ist wichtige Voraussetzung für das Wohlbefinden. Sie trägt zum Gesundbleiben wie zum Gesundwerden bei, indem sie die körpereigenen Schutzsysteme fördert. Nicht nur die Zusammensetzung der Speisen spielt für diese Wirkung eine Rolle, sondern auch das „Zusammensetzen“ am Tisch: Freude, Ruhe und Zeit gehören ebenso zu einer gesunden Mahlzeit wie Küchenkräuter und Gemüse. Bei uns wird täglich frisch gekocht.
Heilpflanzen ![]()
„Vorbeugen sollt ihr durch diese Kräuter, nicht das Übel erst groß werden lassen“, riet Pfarrer Kneipp seinen Patienten. Sebastian Kneipp hielt große Stücke auf die Pflanzen und verwendete sie als Badezusätze, Tinkturen, Salben, Tees und Säfte. Dabei stützte er sich auf die lange Tradition der Klostergärten in Europa und entwickelte seine Therapie stetig weiter. Von seinen profunden Kenntnissen auf diesem Gebiet profitieren wir noch heute. Die Pflanzenwelt übt auf Kinder eine große Faszination aus. Der sachkundige Umgang mit der Natur erzieht zu einem feinen Gespür und einem ausgeprägten Verantwortungsgefühl für die Umwelt und den eigenen Körper. Inzwischen hat die reiche Auswahl an Säften und Industriedrinks die Früchte- und Kräutertees weit gehend aus dem Alltag vertrieben, dabei bieten sie eine wohl schmeckende und gesunde Alternative, noch dazu für wenig Geld. Kommen auch Sie auf den Geschmack! Wir bringen den Kindern einige dieser Pflanzen näher. Sie sollen heimische Pflanzen und deren Nutzen kennen lernen und selbst anpflanzen. Wir haben Kräuterbeete und bereiten mit den Kindern Salben, Tees und Öle zu.
Lebensordnung ![]()
Anforderungen des Lebens einerseits und gesund Erhaltendes andererseits in Balance – so könnte man den Bereich „Lebensordnung“ auf eine vereinfachte Kurzformel bringen. Im Idealfall lebt der Mensch gesund und bemüht sich dabei auch um seelische Ausgeglichenheit, Stresstoleranz und soziale Kompetenz.
Das gilt auch für Kinder. Sie brauchen eine Umgebung, in der sie Vertrauen entwickeln können und angemessene Streicheleinheiten bekommen. Rituale haben einen hohen Stellenwert. Dazu gehört auch der religionspädagogische Bereich. Körper, Seele und Geist sollen sich als ein Ganzes entwickeln können. Klare Formulierungen und klare Grenzen. Wir vermitteln den Kindern Sicherheit, Geborgenheit und Verlässlichkeit.
Kneipp-Kinder sind aktiv und voller Lebensfreude - somit gesund.
Unser pädagogisches Ziel ist die Unterstützung zur Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Zusammen mit den Eltern vermitteln wir die dazugehörigen Basiskompetenzen, wie sie in der AVBayKiBiG §2 grundgelegt sind. Das Wohl des Kindes hat in unserer Einrichtung absolute Priorität.
- Was im Leben von Kindern wichtig ist, wird in der Beobachtung und im Gespräch herausgefunden.
- Wir stellen den Kindern den notwendigen Raum und die Zeit, die sie brauchen zur Verfügung.
- Wir arbeiten altersübergreifend, integrativ und interkulturell.
- Der Sinn von Werten und Normen erschließt sich den Kindern im täglichen Zusammenleben, in gezielten Angeboten und in Projekten.
- Die Kinder lernen in realen Lebenssituationen, in einem anregungsreichen Umfeld innerhalb und außerhalb der Einrichtung.
- Die Kinder gestalten ihren Tagesablauf im Kindergarten aktiv mit und lernen dabei auch von- und miteinander.
- Die pädagogische Arbeit beruht auf einer offenen Planung und wird fortlaufend dokumentiert.
- Die Erzieherin ist Vorbild, Beobachterin, Lehrende und Lernende zugleich.
- Eltern und andere Erwachsene sind eingeladen, sich aktiv zu beteiligen.
- Unser Kindergarten entwickelt enge Beziehungen zum gesellschaftlichen Umfeld.
4.1 Kind und Familie (AVBayKiBiG §1)
Eltern und pädagogisches Personal arbeiten partnerschaftlich bei der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder zusammen.
Schwerpunktziel unserer Familienarbeit ist, neben einer gezielten Information der Eltern, diese so viel wie möglich mit in die Kindergartenarbeit einzubeziehen und aktiv zu beteiligen.
Unser Kindergarten ist ein lebendiger Ort in der Pfarrgemeinde, an dem die Kirche dem Alltag der Familien mit Einfühlungsvermögen und Verständnis begegnet.
Wir wollen, dass sich die ganze Familie in unserem Haus wohl fühlt. Eltern sollen hier einen Lebensraum vorfinden, der auch für sie gedacht ist und nicht nur für ihre Kinder.
Durch unsere Arbeit tragen wir dazu bei, dass für alle Seiten ein bereicherndes und entlastendes Netzwerk entsteht.
4.2 Kinderschutz (AVBayKiBiG §3)
Unser Kindergarten bietet jedem Kind einen geschützten Rahmen. Darüber hinaus sind wir dazu verpflichtet Maßnahmen zu ergreifen, um eine Gefährdung des Wohlergehens des Kindes abzuwenden. Das pädagogische Personal hat die Aufgabe durch Aufklärung und positives Vorleben Suchtgefahren entgegen zu wirken.
4.3 Ethische und religiöse Bildung und Erziehung (AVBayKiBiG §4)
Wir nehmen jedes Kind so an, wie es von Gott geschenkt wurde, gleich welcher Herkunft und geben ihm ein Stück Heimat und Wegbegleitung.
Im täglichen Miteinander vermitteln wir die christlich-abendländischen Grundwerte und achten zugleich die religiöse Überzeugung anderer Kulturen.
So erfahren Kinder, dass alles Leben mit und durch Gott geschieht und lernen Verantwortung für die Schöpfung und unser gemeinsames Leben zu tragen.
Wir bearbeiten mit den Kindern bestimmte Themen, wie z.B. die Fastenzeit, Psalme oder biblische Geschichten. Teilweise schließen wir Themen mit einem gemeinsamen Gottesdienst ab, zu dem die Eltern eingeladen werden.
4.4 Emotionalität (AVBayKiBiG §4)
Wir akzeptieren und respektieren jedes einzelne Kind als individuelle Persönlichkeit und unterstützen es in seiner Entwicklung. Dabei wirken wir ausgleichend und fördernd auf seine Emotionen ein, ermutigen und stärken dort wo es notwendig ist. In einer offenen und von christlicher Nächstenliebe geprägten Atmosphäre helfen wir den Kindern, mit ihren eigenen Gefühlen umzugehen, unbefangen anderen Menschen zu begegnen und sich in diese einzufühlen. Dadurch entstehen Kontakte und Bindungen zu anderen Kindern und Erwachsenen. So fühlt es sich in der Kindergartengemeinschaft wohl, und lernen Mitverantwortung zu übernehmen. Uns ist es wichtig, dass jedes Kind dabei Freude und Spaß erleben.
4.5 Soziale Beziehungen (AVBayKiBiG §4)
Unsere alters- und geschlechtsgemischten Gruppen sind für die meisten Kindergartenkinder der Ort, an dem sie soziale Erfahrungen außerhalb der Familie sammeln. Das Kind lernt sich zu behaupten, seine Meinung zu äußern, eigene Wünsche und Bedürfnisse zurückzustellen und Rücksicht zu nehmen. Wir geben Hilfestellung, damit das Kind Konflikte angemessen lösen lernt und fördern so einen partnerschaftlichen Umgang.
Unter Berücksichtigung der Gruppenregeln übernimmt das Kind Verantwortung in der Gruppe und bestimmt bei Gruppenentscheidungen mit. Durch die vielschichtigen Erfahrungen, die das Kind im Kindergarten macht, wird es gemeinschaftsfähig, selbstständig und bewahrt trotzdem seine Individualität.
4.6 Sprachliche Bildung und Förderung (AVBayKiBiG §5)
Die Sprache dient als zentrale Kommunikationsmöglichkeit, dazu zählen u. a. auch die verschiedenen Dialekte. Im täglichen Miteinander sollen die Kinder lernen, sich angemessen in der deutschen Sprache sowie durch Mimik und Körpersprache auszudrücken. Entsprechend ihrem Entwicklungsstand erweitern und fördern wir durch Geschichten, Bilderbücher, Gesprächsrunden und Spielmaterial ihre Sprechfertigkeit. Auf Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf gehen wir gezielt ein, dazu zählen auch Kinder, deren Eltern beide nicht deutschsprachiger Herkunft sind. Der Sprachstand von Migrationskindern wird dazu gesondert ermittelt und in Zusammenarbeit mit den Grundschulen, in Form von Deutschkursen, erweitert.
80 Schulstunden werden vom Kindergarten als Deutschkurs angeboten. Eine Mitarbeiterin fördert unsere Kinder nach der KIKUS-Methode.Die restlichen 30 Stunden werden vom jeweiligen Gruppenpersonal während der Betreuungszeit abgedeckt.
Des Weiteren erhalten die Kinder (als Vorschulkinder) 80 Schulstunden Deutschkurs an der jeweils für sie zuständigen Grundschule. Zudem wird das Würzburger Trainingsprogramm durchgeführt, ein Programm, das Vorläuferfähigkeiten für den späteren Schrift-Spracherwerb in der Schule fördert. Nach einem Informationsabend für alle Eltern von voraussichtlich schulpflichtigen Kindern, ermitteln wir durch ein bestehendes Ausleseverfahren, welche Kinder diese Art der Unterstützung benötigen. Über einen Zeitraum von 20 Wochen, erhalten diese dann in einer Kleingruppe täglich spielerisch gezielte Förderung.
4.7 Mathematische Bildung (AVBayKiBiG §6)
Durch unterschiedliche Materialien und Projekte lernen die Kinder dem Entwicklungsstand angemessen mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen umzugehen, diese zu erkennen und zu benennen.
4.8 Naturwissenschaftliche und technische Bildung (AVBayKiBiG §7)
Durch Experimente können naturwissenschaftliche und technische Zusammenhänge erfahrbar gemacht werden.
4.9 Umweltbildung und Erziehung (AVBayKiBiG §8) 
Ziel der Erziehung zu einem positiven Umwelt- und Naturverständnis ist es, das Interesse des Kindes an der Umwelt und der Natur zu wecken und zu fördern. Wir pflanzen und sammeln Kräuter und beobachten die Natur. Unser Garten und der nahe Auwald bieten naturnahe Spiel- und Erlebnisräume, in denen die Kinder ihren Bewegungsdrang und ihre Kreativität in Bezug zur Natur ausleben können. Durch das Erleben von ökologischen Zusammenhängen können sie die Natur besser verstehen und begreifen und lernen dadurch verantwortungsvoll mit ihrer Umwelt umzugehen. Zu unserer Kindergartengemeinschaft gehören auch Haustiere. Im Umgang mit ihnen, lernen die Kinder Verantwortung für die Tiere zu übernehmen.
4.10 Informationstechnische Bildung, Medienbildung und Erziehung (AVBayKiBiG §9)I
In unserem Haus haben die Kinder die Möglichkeit mit verschiedenen Mediengeräten umzugehen. In den Gruppen stehen CD-/Kassettenrecorder zur Verfügung. Die Kinder dürfen sich in unserem Hörclub Geschichten/Märchen anhören. Zu bestimmten Anlässen werden Videofilme in der Gruppe gezeigt (z. B. Sendung mit der Maus: Wie wird eine Glocke gegossen)
4.11 Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung (AVBayKiBiG §10)
Um die Eigentätigkeit und Phantasie der Kinder anzuregen, bieten wir ihnen alters- und entwicklungsgerechte Materialien und Angebote, die je nach Neigung und Interesse wahrgenommen werden können.
Dabei lernen sie ihre Umwelt in Farben, Formen und Bewegungen kennen, und ihre Eindrücke kreativ und gestalterisch auszudrücken.
Die Kinder haben die Möglichkeit Raum und Zeit nach eigenen Bedürfnissen für sich zu nutzen, sich zu entspannen, zuzuschauen und neue Ideen zu ersinnen.
4.12 Musikalische Bildung und Erziehung (AVBayKiBiG §11)
Die Musik unterstützt und ergänzt die Bewegungsmöglichkeiten. Rhythmus und Taktgefühl der Kinder werden angesprochen. Musikalische Traditionen werden gepflegt und sie lernen dabei verschiedene Musikinstrumente kennen.
Die Eltern können im letzten Jahr vor der Schule ihr Kind bei der Städtischen Musikschule Weilheim zur musikalischen Früherziehung anmelden. Diese findet in den Räumlichkeiten des Kindergartens statt.
4.13 Bewegungserziehung und -förderung, Sport (AVBayKiBiG §12)
In unserem Kindergarten gibt es viele Bereiche in denen die Kinder ihre motorischen Fähigkeiten erproben und ihren Bewegungsdrang ausleben können. So findet man bei uns ein großes Bällebad, eine Balancierbaustelle und einen Turnraum. Diese Bereiche stehen den Kindern die meiste Zeit zur freien Verfügung. Des Weiteren gehen wir mit unseren Kindern bei fast jedem Wetter in den Garten oder nutzen die nah gelegene Au zu Spaziergängen.
4.14 Gesundheitserziehung (AVBayKiBiG §13)
Durch die Einbeziehung der kneippschen Lehre wird den Kindern ein gesundheitsbewusstes Verhalten nahe gelegt. Das Wohlergehen des Menschen ist das wichtigste bei dieser Lehre. Die ganze Person steht im Mittelpunkt. Wo Medikamente wenig oder gar nichts vermögen, kann mit Wasser viel bewirkt werden. Wir praktizieren mit den Kindern warme und kalte Anwendungen. Diese sind einfach aber hilfreich in vielen Situationen. Kinder haben Spaß daran. Sie wirken bei Konzentrationsstörungen und sind eine Hilfe zur Gesunderhaltung. Ein weiterer wichtiger Baustein ist das Kennen lernen von gesunden Nahrungsmitteln sowie ein ausgewogener und abwechslungsreicher Speiseplan. Die Verwendung frischer Zutaten und der Ausbau der Vollwertkost. Ziel der Ernährungstherapie nach Kneipp ist eine Entlastung des Stoffwechsels und somit eine Vorbeugung gegen Übergewicht und ernährungsbedingte Krankheiten. Außerdem werden die Kinder zu Hygiene- und Körperpflegemaßnahmen angeleitet. Körper- und Sinneserfahrungen unterstützen dabei das bewusste Erleben eigener Körperfunktionen.

Die Eltern bringen unseren Gruppen jeweils für eine Woche frisches Obst und Gemüse mit. Mit den Kindern wird es als Rohkostteller für den Brotzeittisch zubereitet.
5. Aufgaben des pädagogischen Personals
Die Basis unserer Arbeit ist eine religiöse und soziale Grundhaltung. Wir bieten kindgemäße Bildungsmöglichkeiten an, gewähren allgemeine und individuelle erzieherische Hilfen, fördern die Persönlichkeitsentfaltung sowie soziale Verhaltensweisen und versuchen Entwicklungsmängel auszugleichen. Um diesen Auftrag zu erfüllen, steht uns ein breit gefächertes Spektrum an Methoden und Materialien zur Verfügung, um situationsorientiert auswählen zu können.
| Sprache: Bilderbücher Geschichten Gespräche Diskussionen Deutschkurs für Migrationskinder Würzburger Trainingsprogramm |
Spiele: Tischspiele Rollenspiele Kreisspiele Sprachfördernde Spiele |
Religion: Biblische Geschichten Tischgebete Gottesdienste Arbeiten nach Kett Mandalas Stilleübungen Traumreisen Meditationen Sinneserfahrungen Feste im Kirchenjahr |
|
Kreativität: Hörclub |
Musik: Lieder Klanggeschichten Instrumente Tanz Musikschule |
Gesundheit: Körperpflege Kneippanwendungen Trau Dich Gesunde Brotzeit |
|
Bewegung: Psychomotorik |
Mathematische Bildung: Zahlenland Abzählreime |
Soziales: Brotzeit Mittagessen Kochen Backen Haustierpflege Abmeldetafel Rollenspiele |
| Umweltbildung und -erziehung: Kräuterbeet Abfalltrennung |
Naturwissenschaftliche und technische Bildung Experimente |
Medienbildung und
|
| Kinderschutz: Rauchverbot auf dem gesamten Gelände |
||
5.1 Projektarbeit
Hier einige Beispiele für beide Auswahlarten:
| Auswahl durch Beobachtung der Kinder | Auswahl des Themas durch das pädagogische Personal |
| Weltraum Märchen Dinosaurier Ritter Kasperle |
Würzburger Trainingsprogramm Bürgerheim Kinderbibelwoche Teilnahme an Wettbewerben Waldtage Religiöser Jahreskreis |
Durch das ganzheitliche Erarbeiten der Projekte mit den Kindern, vermitteln wir ihnen neues Wissen.

5.2 Tagesablauf
Obgleich jeder Tag in unserem Kindergarten seine Besonderheiten besitzt und jedes Kind seinen Tagesablauf flexibel gestalten darf, kann trotz allem eine einfache Grundstruktur beobachtet werden.
Einstiegsphase - Orientierungsphase
- Ankommen
- Begrüßen
- Beobachten
- Spielpartner suchen
- Schilderung wichtiger Erlebnisse z. B. im Morgenkreis
Arbeits- und Gestaltungsphase
- Weiterarbeiten am Projekt
- Möglichkeit zum "Freien Spiel"
- Zeit und Raum zum Spielen und Erleben drinnen und draußen
- Beobachten
- Erzählen
Abschlussphase
- Individuelle Abschlussrunde in den Gruppen
- Verabschieden
- nach Hause gehen
Der Tag in unserem Kindergarten ist damit deutlich strukturiert - in einem Dreierrhythmus, so wie das Leben aus drei Zeitdimensionen besteht (Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft) oder die Ganzheitlichkeit des Menschen sich aus drei Bereichen (Denken - Fühlen - Handeln) ergibt.
5.3 Differenzierte Angebote
Wir bieten verschiedene Möglichkeiten in den Bereichen
- Kunst und Kultur
- Wahrnehmung
- Naturwissenschaft
- Mathematik
- Musik
- Sprache
- Bewegung
an, die nicht in der täglichen Arbeit eingebunden sind:
- Musikschule - 1x die Woche von einer Mitarbeiterin der städtischen Musikschule
- Englisch für Vorschulkinder (Nachmittag)
- Kunst- und Kultur (Nachmittag)
- Bewegung (Nachmittag)
- Zahlenland (Nachmittag)
- Sprachkurs für die ausländischen Kinder – 1x die Woche von einer Mitarbeiterin unseres Hauses
- Familientharapeutische Beratung durch eine externe Mitarbeiterin der Beratungsstelle einmal im Monat
5.4 Integration
Unsere Integrationsgruppe bietet jedem einzelnen Kind, ob mit oder ohne Behinderung vielfältige und der Entwicklung angemessene Erfahrungsmöglichkeiten im Bildungsbereich sowie im sozialen Miteinander. Dies befähigt die Kinder zur Kooperation im täglichen Zusammenleben.
Grundvoraussetzungen dafür sind die Basisarbeit, die Vertrauensarbeit und die Verlässlichkeit in den einfachen Dingen des Lebens.
Kinder lernen sich in der Gemeinschaft zu verhalten, Kontakt zu Erwachsenen oder anderen Kindern aufzunehmen und zu halten. Diese neu entdeckten Beziehungs- oder Kommunikationsfähigkeiten beeinflussen das Selbstbild und den Selbstwert und tragen zu einem gesellschaftlichen Miteinander bei.
Um die Spielfähigkeit der Kinder zu unterstützen, ist Beobachtung und wenn nötig indirekte Lenkung von Spielprozessen eine unserer Aufgaben.
Wir schaffen integrative Spielsituationen, in denen alle Kinder auf Basis ihrer Fähigkeiten am gemeinsamen Spiel teilnehmen können.
Der Entwicklungsverlauf des Kindes ist ein Kriterium, um Schwerpunkte in der Einzel- oder Kleingruppenförderung anzubieten.
Die gezielte Therapie von speziellen Defiziten findet nach Absprache mit dem Fachdienst in der Gruppe oder in Einzelförderung statt.
Ziele unserer Integrationsarbeit sind:
- die Wahrnehmung der eigenen Persönlichkeit zu fördern
- das Erkennen der eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Grenzen und den Umgang damit
- das Annehmen des Anderen in seiner Andersartigkeit
5.5 Besondere Förderung
In Zusammenarbeit mit einer Praxis für Logopädie haben wir die Möglichkeit geschaffen, dass Kinder mit Sprachdefiziten innerhalb der Einrichtung und Betreuungszeit eine Logopädin aufsuchen können. Diese besondere Förderung muss über die Krankenkassen mit Rezept abgerechnet werden. Wir als Einrichtung stellen nur die Räumlichkeiten zur Verfügung.
Nach unserem Motto „Wir nehmen jedes Kind so an wie es ist und begleiten es auf seinem Weg“ da dies von Kind zu Kind sehr individuell ist, bieten wir auch Frühförderung bei uns im Haus an. Frühförderung ist für Kinder mit Behinderung, von Behinderung bedroht und Kinder ohne Behinderung.
Wir unterstützen Familien mit betroffenen Kindern gerne. Dabei sind wir behilflich und füllen mit ihnen Anträge für Frühförerung durch unsere Heilpädagogin Frau Kopp aus.
Für Kinder mit Defiziten in der Bewegung kommt einmal in der Woche eine Physiotherapeutin ins Haus.
Bei in Anspruchnahme dieser Leistung genügt eine Heilmittelverordung des Kinderarztes und wird über ihre Krankenkasse abgerechnet.
5.6 Teamarbeit
Es gibt verschiedene Gremien in denen sich die einzelnen Mitarbeiterinnen zur Planung, Organisation und kollegialen Beratung treffen. Dies sind:
- Gruppenteam, einmal wöchentlich zwischen den Mitarbeiterinnen der jeweiligen Gruppe
- Gesamtteam, einmal wöchentlich mit allen pädagogischen Mitarbeiterinnen
- Gesamtteam, einmal im Monat mit allen pädagogischen Mitarbeiterinnen und dem Träger
- Interne Schulungen für Mitarbeiterinnen aus den Kindertageseinrichtungen der katholischen Pfarreiengemeinschaft
- Regelmäßiger Austausch mit unseren Logopädinnen, Krankengymnastin und dem heilpädagogischen Fachdienst
5.7 Fortbildungen
Es ist Bestandteil unserer Arbeit an Fortbildungen teilzunehmen, um das eigene Fachwissen zu erweitern, neue Sichtweisen zu bekommen und sich mit anderen Fachkräften auszutauschen.

5.8 Elternarbeit
Angebote für unsere Familien:
- Gespräche, Beratung, Kontakt zu einzelnen Eltern
- Eltern besuchen ihre Kinder einen Tag im Kindergarten
- Interne Elternabende in den Gruppen oder für alle Eltern
- Elternbriefe und -mitteilungen
- Eltern engagieren sich einzeln durch bestimmte Tätigkeiten mit Kindern, z.B. Begleitung bei Gruppenfahrten usw.
- Fotos vom Kindergartenalltag
- Elternbriefkasten
- Informationswand im Eingangsbereich
- Mit- und Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit
- Familientherapeutische Beratung durch eine externe Mitarbeiterin der Beratungstelle einmal im Monat
- Samstagsbetreuung an zwei Samstagen im Advent für Kindergartenkinder und Geschwister bis zur 3. Klasse und Kinder unter drei Jahren nach Absprache.
- Vermietung geeigneter Räume und Materialien für Kindergeburtstage und Feiern jeglicher Art von Kindergartenkindern und Geschwistern bis zur 3. Klasse
- Mittagessen für die ganze Familie
6. Öffnung nach „Außen“ und Vernetzung
Unter der Öffnung nach Außen verstehen wir jede Form von Öffentlichkeitsarbeit, die ein Kindergarten betreibt. Wir führen kein Inseldasein, sondern sind eingebunden in das gesellschaftliche Leben der Gemeinde. Zum öffentlichen Umfeld unseres Kindergartens gehören:
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Träger/Pfarrgemeinde: |
Schulen: Gegenseitige Hospitationen und Gespräche mit Grundschullehrern über Vorschulkinder. Regelmäßige Treffen der Kooperationspartner zum Austausch Infoabende (Schuleinschreibung) Schulbesuche mit den zukünftigen Erstklässlern. |
Ausbildungsstätten: Staatliche Berufsfachschule für Kinderpflege |
Pädagogische Fachdienste: Heilpädagogik Frühförderung Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien |
| Weiterbildung - Verbände: Teilnahme des pädagogischen Personals an verschiedenen Fortbildungen Mitglied im Landesverband Kath. Kindertagesstätten Mitglied im örtlichen Kneipp-Verein |
Unser Kindergarten |
Städt. Bürgerheim: Projekt seit Herbst 2005 Im Wechsel gehen jeweils 7 Kinder aus der Bernsteingruppe donnerstags ins Bürgerheim und treffen dort auf eine Kleingruppe von ca. 7 älteren Damen. Im Hobbyraum finden dann gemeinsame Tischspiele, Bastelarbeiten, Töpferarbeiten.... statt. Bei geeigneter Wetterlage sind wir im Innenhof des Bürgerheimes. Wir erleben ein Miteinander und Voneinanderlernen, eine Bereicherung zwischen „alt“ und „jung“! |
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| Medizinische Fachdienste: Kinderarztpraxen Psychotherapeuten Logopädie Kinderpsychologie Ergotherapie Physiotherapeuten |
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| Politische Gemeinde: Regelmäßiger Austausch mit dem Bürgermeister. Regelmäßiges Treffen mit Politikern. |
Ämter und Behörden: Amt für Jugend und Familie Gesundheitsamt Landratsamt Caritasverband |
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Wissenschaft: Teilnahme am Technikprojekt 2005 "So funktionierts" |
Andere Kindertagesstätten: Leiterinnentreffen der Kindertageseinrichtungen der Stadt Weilheim. Anmeldeverfahren der Einrichtungen der Pfarreingemeinschaft Weilheim. Gegenseitige Besuche. |
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| Fachberatung: Begleitung und Beratung durch eine Fachberatung aus dem Caritasverband. |
Presse: Zusammenarbeit mit den örtlichen Zeitungen. |
Kinder und Eltern im Ort: Schnuppertage |
Gemeinde: Besuche mit den Kindern bei verschiedenen Handwerkerbetrieben und Hilfsorganisationen. Präsenz bei öffentlichen Veranstaltungen. Regelmäßige Besuche im Bürgerheim. |
Unser Kindergarten ist ein Dienstleistungsunternehmen im sozialen Bereich Die Orientierung zum Wohl der Kinder und deren Familien steht im Mittelpunkt. Ein katholischer Kindergarten zu sein bedeutet für uns wertorientierte Dienstleistung anzubieten. Mit dem Qualitätsmanagementsystem tragen wir dazu bei, die Zufriedenheit der Kunden noch mehr in den Mittelpunkt zu stellen.
„Es gibt nichts was wir nicht besser machen können“ (Nestle)
Die kontinuierliche Verbesserung ist uns ein besonderes Anliegen:
Wir führen jährlich Elternbefragungen durch, um die Wünsche der Familien zu erfahren und auf sie eingehen zu können Wir arbeiten kundenorientiert und richten unsere Öffnungszeiten am Bedarf der Familien aus. Mitarbeitergespräche gehören zu unserem Standard. Ergebnisse werden dokumentiert, ausgewertet und umgesetzt. Mitarbeiterinnen, Kinder und Eltern gestalten den Alltag mit.
Arbeitskreise, Kindergartenbeirat:
Für den Kindergartenbeirat gibt es vier Treffen. Hier wird ausgetauscht, geplant und Kritik weitergegeben.
Die Mitarbeiterinnen besprechen sich in wöchentlichen Dienstgesprächen. Dort wird der tägliche Ablauf organisiert.
Für Festgestaltungen gibt es Arbeitskreise zur Planung – die Ergebnisse werden ins Gesamtteam weitergegeben.
Die Philosophie unseres Hauses wird im Leitbild deutlich. Es wurde von allen Mitarbeiterinnen und dem Träger erstellt. Es ist Arbeitsgrundlage und Hintergrund unserer Arbeit. Alle Eltern erhalten es bei der Aufnahme in den Kindergarten.
Die Mitarbeiterinnen arbeiten zielgerichtet. Ziele sind im Qualitätsmanagement-Handbuch festgehalten und werden jährlich überprüft und dokumentiert.
7. Zukunftsvisionen und Ziele
Visionen und Träume sind Begriffe wie Erscheinungsbild, träumerisch, versonnen, gedankenverloren. Kann man diese mit der Weiterentwicklung der Kinderbetreuungsangebote in Verbindung bringen?
Wir meinen: Ja.
Denn es bietet uns die Chance, uns wenigstens für kurze Augenblicke loszulösen von der Realität, von allen Einschränkungen. Visionen und Träume können, sollen und müssen Prozesse auslösen, wenn wir sie zulassen. Wir beginnen nachzudenken, schreiten fort von unseren Standpunkten. Das heißt, dass uns neu gewonnene Standpunkte ermöglichen, unsere bisherigen Ansichten auch aus der Distanz zu betrachten, in anderem Licht, in anderem Schatten. Im Prozess bleiben heißt aber auch, aktuell bleiben und das wiederum ist gefordert, wenn wir dem Anspruch, auf die Bedürfnisse der Kinder und Familien zu reagieren, entsprechen wollen. Prozesshaftigkeit heißt auch Dynamik, nicht aufgeben, wenn ein kleines oder größeres Ziel erreicht ist. Verschnaufpause. Weiter. Unser Leben verändert sich ständig, und warum ist es dann vermessen, wenn wir auch unsere Kindergärten verändern?
Eltern intensiver in unsere Arbeit einbeziehen - Wie?
Diese Konzeption wurde erstellt im Kindergartenjahr 1998/99 vom Kindergartenteam Mariae Himmelfahrt.
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